Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Auch in Armut lebende und von Armut bedrohte Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Erholung


Kinder und Jugendliche werden von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, etwa durch einen Passus im Sozialgesetzbuch. Eine Teilnahme an Ferienreisen zum Beispiel ist nicht möglich.


Auf dieses Problem stoßen wir in unserer alltäglichen Arbeit regelmäßig, denn eine soziale Grundsicherung, die viele Menschen vor der drohenden Armut schützen soll, ist de facto nicht mehr existent. Dies hat zur Folge, dass Kinder und Jugendliche von der Teilhabe an gesellschaftlichem Leben aktiv ausgegrenzt sind. Durch die Regelungen im Zweiten Sozialgesetzbuch bleibt vielen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einer Ferienreise verwehrt, da es im Gegensatz zu den Regelungen im Bundessozialhilfegesetz keine finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten bei Ferienfahrten für Empfängerinnen und Empfänger des Arbeitslosengelds II mehr gibt.


Durch diese Regelungen verhindert der Gesetzgeber seit Jahren aktiv, dass Kinder und Jugendliche, die Leistungen nach SGB II beziehen, deren Eltern Leistungsempfänger/innen sind oder in Armut leben, Urlaub und Erholung außerhalb der alltäglichen Strukturen sowie das Knüpfen sozialer Kontakte und Teilnahme an einem Teil des gesellschaftlichen Lebens erfahren können. Gerade diese Erfahrungen sind aber für Kinder und Jugendliche unverzichtbare Erlebnisse auf dem Weg zum Erwachsenwerden.


Aus diesem Grund fordern wir die Bundesregierung auf, im Rahmen der Diskussionen um das Armutsrisiko in Deutschland Hilfe für die aktuell betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu schaffen und die Förderung von pädagogisch betreuten Ferienmaßnahmen im Rahmen des SGB II zu ermöglichen. Eine Position beim DBJR wurde von uns dazu eingebracht und verabschiedet.


Wir fordern von der Bundesregierung, dass die Sozialgesetzgebung die Teilnahme an pädagogisch betreuten Ferienreisen von Jugendverbänden ermöglicht und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen das Recht erhalten, Ferienmaßnahmen mit Einmalleistungen zu unterstützen und zu fördern.


Wir beschränken uns aber nicht auf Forderungen, sondern werden selbst aktiv. Deshalb suchen wir seit 2007 aktiv Zeltlagerpaten, die Kindern und Jugendlichen aus sozialbenachteiligten und in Armut lebende Familien durch das Spenden eines Zeltlagerplatzes unterstützen.


Weitere Informationen erhalten Sie unter: Zeltlagerpatenschaften.


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